Adventskalender

Nun beginnt die Adventszeit und auch in diesem Jahr möchte ich Euch und Euren Kindern mit einer täglichen Geschichte das Warten auf Weihnachten verkürzen.

Das kleine Herz und seine Eltern leben seit zwei Jahren bei einer Menschenfamilie im Haus. Sie beobachten, dass die Kinder Marco, Lukas und Ida immer weniger gemeinsam spielen und es im gesamten Haus nicht mehr so fröhlich ist, wie früher.

Nun wollen die drei Herzen versuchen mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ihnen helfen, dass sie sich wieder glücklicher fühlen. Welche Zeit bietet sich da besser an, als die Adventszeit?

Genießen Sie die Geschichten und freuen sich gemeinsam mit ihrer Familie auf eine ruhige und besinnliche Adventszeit. Ich jedenfalls freue mich sehr auf diese besonderen, adventlichen Momente!

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Heike Klaas

Das kleine Herz auf dem Fußballplatz
Das kleine Herz auf dem Fußballplatz

„Der Vormittag scheint heute gar kein Ende zu nehmen“, stöhnt das kleine Herz. Es wartet sehnsüchtig darauf, dass die Kinder aus der Schule kommen, denn dann dauert es nicht mehr lange bis zum Training von Marco. Das kleine Herz ist den ganzen Tag sehr aufgeregt, denn heute Nachmittag wird es seinen zweiten Ausflug in die große Welt machen. Es wird sich heimlich mit auf den Fußballplatz schleichen und Marco beim Sport zusehen. Papa Herz lächelt: „Du bist ganz schön ungeduldig! Immerhin warst du schon mal außerhalb des Hauses! Du hast schon viel mehr von der Außenwelt gesehen, als deine Mama und ich!“ Das kleine Herz grinst: „Stimmt, ich war ja schon im Kindergarten. Aber weil es dort so schön war, bin ich ganz gespannt, wie es heute wird!“ „Psst, ich höre den Schlüssel im Türschloss. Marco, Lukas und die Mutter kommen nach Hause“, warnt Mama Herz.

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„Heut‘ ist Nikolausabend da“
„Heut‘ ist Nikolausabend da“

Das kleine Herz wird von Ida’s fröhlichem Gesang wach. „Wenn ich aufgestanden bin, lauf ich schnell zum Teller hin. Lustig, lustig, traleralera, heut‘ ist Nikolausabend da! Heut‘ ist Nikolausabend da!“ „Das ist ja mal eine schöne Art geweckt zu werden“, sagt Ida’s Mutter. „Ich freue mich so, Mama! Heute ist schon Nikolaus! Ich bin gespannt, ob der Nikolaus bereits da war“, ruft Ida fröhlich. „Dann weck‘ doch mal Marco und Lukas und wir gehen gemeinsam nachsehen, ob wir heute Nacht freundlichen Besuch hatten“, schlägt die Mutter vor, während sie ins Badezimmer geht. Bevor Ida zu ihren Brüdern geht, nimmt sie die drei Herzen in ihre Hände und sagt zu ihnen: „Heute ist ein besonderer Tag! Es ist Nikolaus. Vielleicht haben wir ein Geschenk bekommen!“ „Ich spüre richtig die Aufregung und Freude von Ida“, flüstert das kleine Herz seinen Eltern zu. (mehr …)

Das kleine Herz geht in den Kindergarten
Das kleine Herz geht in den Kindergarten

Nach den beiden Träumen mit den gehäkelten Herzen hat Ida das Gefühl, das von den drei Herzen ein Zauber ausgeht. Deswegen möchte sie ihr rotes Herz auch den ganzen Tag bei sich haben. Sie nimmt das kleine Herz in die Hand und schaut ihm in die Augen: „Ich glaube, dass du mit einer besonderen Magie verzaubert wurdest. Marco und Lukas wollen mir ja nicht glauben und darum sage ich es ihnen auch nicht mehr. Aber ich möchte dich heute mit zu meinen Freunden in den Kindergarten nehmen.“ Das kleine Herz freut sich sehr und macht innerlich einen Luftsprung. Am liebsten würde es Ida um den Hals fallen und ihr sagen, wie sehr es sich freut.

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„Was haben diese Träume zu bedeuten?“
„Was haben diese Träume zu bedeuten?“

Am nächsten Morgen wacht Ida als erstes auf und sieht neben sich ihr gehäkeltes Herz liegen. Sie lächelt es an und sagt leise: „Ich habe heute Nacht von dir geträumt. Ganz schön laut war es bei euch und du warst nachher richtig sauer. Jetzt werde ich aber erst mal zu Marco und Lukas gehen und hören, ob sie auch von ihren Herzen geträumt haben.“ Ida nimmt das kleine Herz in ihre Hand und geht in das Zimmer ihrer Brüder. Das kleine Herz lächelt innerlich, denn es hat sich so angefühlt, als würde Ida wirklich mit ihm reden.

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Es wird viel geredet – aber nicht viel gesagt
Es wird viel geredet – aber nicht viel gesagt

Die drei Herzen haben die letzte Nacht jeder bei seinem Kind im Bett verbracht. Marco, Lukas und Ida haben gehofft, erneut von ihren Herzen zu träumen und wollten sie deshalb ganz nah bei sich haben. Aber in dieser Nacht gab es keinen „komischen Traum“. (mehr …)

Der Traum von den drei Herzen
Der Traum von den drei Herzen

Nachdem Familie Herz die Träume der Jungen ein wenig beeinflusst hat, sind sie erschöpft auf einem Kissen im Zimmer von Marco und Lukas eingeschlafen. Bei den Jungen im Zimmer steht ein selbstgebautes Zelt mit einer großen Matratze und unter der Decke hängt eine Lichterkette. Familie Herz findet es sehr gemütlich bei Marco und Lukas.

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Das erste Söckchen wird geöffnet
Das erste Söckchen wird geöffnet

In der letzten Nacht konnte das kleine Herz kaum schlafen, denn es war sehr aufgeregt. Klar lebt es seit fast zwei Jahren in der Wohnung der Menschen, aber bisher hat es noch nie überlegt, wie es das Leben der Menschen beeinflussen kann. Und dieses Gefühl ist überwältigend und sehr spannend. Daher weckt das kleine Herz seine Eltern schon vor dem Weckerklingeln der Menschen. „Was ist denn los, kleines Herz?“, fragt Papa Herz noch ganz verschlafen. „Ich bin so aufgeregt und möchte heute nichts verpassen beim Beobachten der Menschen“, sagt das kleine Herz. „Da an weiterschlafen nicht zu denken ist, würde ich vorschlagen, dass wir uns schon mal in die Küche schleichen“, schlägt Mama Herz vor.

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Das kleine Herz fasst einen Entschluss
Das kleine Herz fasst einen Entschluss

Das kleine Herz sitzt nachdenklich auf dem Puppenbett von Ida. Seine Mama beobachtet es schon lange und fragt sich, was mit dem kleinen Herz los ist. Morgen beginnt die Adventszeit und normalerweise ist es doch die schönste Zeit des Jahres. Aber so traurig und nachdenklich wie in den letzten Tagen, hat Mama Herz ihr Kind noch nie erlebt.

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Toleranz

Du hast es gut, Papa! Du hast heute schon deinen letzten Arbeitstag für dieses Jahr“, sagt Marco zu seinem Vater. „Ihr müsst ja auch nur noch einen Tag länger“, tröstet er seinen Sohn. „Ich finde die letzten Schultage vor den Weihnachtsferien immer sehr schön. Es gibt kleine Überraschungen und es ist eine ganz tolle Stimmung“, sagt Ida. „Geht so. Ich muss heute noch eine Arbeit schreiben und habe gar keine Lust darauf“, stöhnt Lukas. „Das ist wirklich gemein, so kurz vor den Ferien“, meint Marco.

 

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Respekt

Das mit den Überraschungen finde ich nach wie vor sehr cool“, sagt Lukas. „Mir sind schon ganz viele Kleinigkeiten eingefallen, mit denen ich anderen eine Freude machen kann.“ „Das freut mich“, entgegnet das kleine Herz. „Das schönste daran ist, dass die Freude von den anderen auf einen zurückstrahlt. Als ich gestern einfach so die Spülmaschine ausgeräumt habe, hat Mama sich riesig gefreut“, fügt Lukas hinzu. „Das war auch wirklich eine tolle Überraschung“, freut sich die Mutter immer noch. „Du hast recht, es sind wirklich die kleinen Überraschungen, die den Tag versüßen“, sagt Marco.

 

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